Das Interesse am Fernsehen geht zurück.
Die Internet-Meinungsumfrage W3B vom Herbst 2007 machte das sehr deutlich.
60,6% der Befragten gaben an, auf das Fernsehen gänzlich verzichten zu können. Sicher ist diese Umfrage nicht für die Fersehzuschauer insgesamt, sondern nur für Internet-Nutzer repräsentativ.
Doch die Umfrage zeigt deutlich die Tendenz.
Im Gegensatz zum Privatfernsehen, das man überspitzt eine Werbeplattform mit redaktionellem Umfeld nennen könnte, denn im Verkauf der Werbeplätze liegt das komerzielle Interesse der Privatsender, hat das öffentlich rechtliche Fernsehen einen Auftrag. Doch wenn man weite Bevölkerungskreise nicht mehr über das Fersehen erreicht, dann muss man, um der Erfüllung des Auftrags willen, dorthin gehen, wo man wahr genommen wird.
Denn, auch das ergab die Umfrage, das Interesse an guten, aktuellen Videos und Nachrichtensendungen ist nach wie vor da, nur die Plattformen verlagern sich.
Für die Fernsehsender scheint das ein Dilemma zu sein.
Eigene Fersehsendungen in guter Qualität in das Web zu stellen, erfordert einen enormen technischen und finanziellen Aufwand.
Das Dilemma mit den per Streaming oder Downloads von der eigenen Webseite verursachten Kosten versuchen einige Fernsehsender zu umgehen, indem Tauschbörsen-Protokolle zur Verteilung der Sendungen genutzt werden. Davon macht zum Beispiel die BBC Gebrauch.
Damit werden zwar enorme Kostenersparnisse gegenüber Streaming-Videos erzielt, doch auch diese Verteilung kostet Geld. Die User der Tauschbörsenprotokolle müssen zudem reichlich Geduld aufbringen, bis ein Video via Tauschbörse geladen wurde. Es kann mehrere Tage dauern, bis das gewünschte Video komplett auf der Festplatte ist. Auch unter ökologischen Gesichtspunkten ist dieses Verfahren ein Dilemma, denn die an Tauschbörsen beteiligten Computer müssen ständig online und eingeschaltet sein. Für hochaktuelle Sendungen eignet sich dieses Verfahren sicher nicht, es dauert einfach zu lange, bis eine Datei bei genügend Tauschbörsen-Nutzern zur Weiter-Verteilung angeboten wird.
Unlösbares Dilemma?
Keineswegs. Das Usenet kann, besser als jede andere Plattform, sowohl aktuell als auch kostengünstig als auch schnell sein.
- Uploads in das Usenet sind sofort weltweit verfügbar
- Dadurch ist das Usenet hochaktuell
- Downloads aus dem Usenet sind schnell.
Je nach Newsserver mit 48 Kbits und mehr. Mit dem weitverbreiteten DSL 16000 dauert der Download einer kompletten DVD mit 4,3 Gigabyte gerade mal 36 Minuten. - Außer den Kosten für den Upload-Account fallen für einen Fernsehsender keine weiteren Kosten an. Diese Kosten liegen, je nach verursachtem Upload Traffic, bei EUR 10. - EUR 30,- monatlich.
- Uploads in das Usenet werden auch über Tauschbörsen-Protokolle weiterverteilt.
Erfahrungsgemäß finden sich Dateien, die zuerst über das Usenet verteilt wurden, auch kurz darauf in allen gängigen Tauschbörsen. - beste Qualität
Das Usenet kennt kein Limit für Dateigrößen. Damit kann ein Sender, anders als bei Streaming, auch hochauflösende Dateien per Usenet verbreiten. Die User werden dankbar sein.
Die Stärke der Struktur
Im Usenet werden alle News in thematisch passende Newsgroups eingestellt. Obwohl es bereits einige Newsgroups für aktuelle Fernsehsendungen gibt, lassen sich problemlos neue Newsgroups und ganze Subhierarchien einrichten.
Das könnte z.B. so aussehen:
alt.binaries.tv.german.zdf als Subhierarchie mit den folgenden newsgroups
alt.binaries.tv.german.zdf.dokumentationen
alt.binaries.tv.german.zdf.politik
alt.binaries.tv.german.zdf.serien
alt.binaries.tv.german.zdf.kultur
Je nach Bedarf und Wunsch eines Senders können die passenden Newsgroups eingerichtet werden. Jede dieser Newsgroups lässt sich auch als moderierte Newsgroup einrichten. In moderierte Newsgroups kann nur gepostet werden, was der Moderator freigegeben hat.
Zusammenspiel aus Webseiten und Usenet
Erst aus dem Zusammenspiel von Webseiten und dem Usenet ensteht ein perfektes Kommunikations- und Verteilungs-Netzwerk. Webseiten sowohl der Sender als auch unabhängige Portalseiten verweisen auf die aktuell im Usenet verfügbaren Dateien der Fernsehsender. Mit dem Download einer NZB-Datei erhält der User, ähnlich einem edk2 Link, die Downloadanweisungen für seinen Newsreader. Die NZB belastet den Traffic des Webservers nicht weiter.
Auf Sendungen, die dem Fernsehsender besonders wichtig erscheinen, kann auch durch ein niedrig auflösendes Streaming von der Webseite des Senders aufmerksam gemacht werden. Mit dem Hinweis "Dieses Video in voller Auflösung und Länge aktuell im Usenet" kommt der Sender seinen Pflichten aus dem Medienstaatsvertrag gleich dreifach nach.
Zuerst über das Fernsehen und anschließend sowohl über seine Webseite als auch das Usenet, dem ja in der Regel die Weiterverteilung über die diversen Filesharing-Protokolle durch User des Usenet folgt. Mit dieser Vernetzung erreicht jeder Sender weltweit alle interessierten Zuschauer und macht so weit über sine eigenen Kommunikationsmöglichkeiten auf sich aufmerksam.
Bisher hat noch kein Fernsehsender diese Vernetzungsmöglichkeiten genutzt.
Weltweites positives Presseecho stellt sicher einen weiteren Anreiz dar, zu den ersten zu gehören, die davon Gebrauch machen. Den ersten Fersehsendern, die davon Gebrauch machen werden, winkt noch ein weiteres "Schmankerl":
Kostenlose Upload-Accounts, die ein Konsortium aus Usenet Providern den Sendern zur Verfügung stellt.